How to: Dein Fotoshooting mit natürlichem Licht

In der Fotografie dreht sich letzten Endes alles um das richtige Licht, egal ob im Studio oder Outdoor, wenn das Licht nicht stimmt, gibt es auch kein gutes Foto. Ich habe mit der Zeit gelernt mit verschiedenen Lichtsituationen umzugehen und manchmal auch mit einfachen Hilfsmitteln das beste aus dem natürlichen Umgebungslicht herauszuholen. Heute möchte ich euch Tipps geben, wir ihr am besten mit natürlichen Licht bei eurem Fotoshooting umgehen könnt.
Hier auf dem Blog kannst du außerdem erfahren wie du die Augen deines Models zum glänzen bringst und wie ich mich auf ein Fotoshooting vorbereite + Checklisten für dich. Außerdem gibt es noch jede Menge weitere Tutorials zur Fotografie.

Mit dem Wetter umgehen

Sonnig

Entgegen der Annahme vieler Menschen ist ein sonniger Tag nicht der perfekte Tag für Fotos. Strahlender Sonnenschein am Mittag führt bei Portraits zu harten Schatten im Gesicht und sieht einfach grauenhaft aus. Wenn du die Sonne zu deinem Vorteil nutzen möchtest, umgehe die harte Mittagssonne und verlege dein Shooting lieber auf die Abendstunden, kurz vor dem Sonnenuntergang. In der Goldenen Stunde kann man wunderschöne Bilder mit dem goldenen Licht machen.
Wenn es dennoch Nachmittags sein muss, kann ich nur empfehlen nach schattigen Plätzen zu suchen und dort zu shooten oder wenigstens einen Diffusor zu verwenden. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass der Hintergrund nicht in der Sonne liegt und dann auf dem Bild zu hell und ausgebrannt wirkt.


Bewölkt

Bewölktes Wetter ist mir eigentlich das liebste Shooting-Wetter, denn hier wirkt der Himmel wie ein riesiger Diffusor und bietet das perfekte, gebrochene Licht. Insofern spart man sich bei bewölktem Himmel Assistenten mit Diffusor und außerdem kann man noch einen zweiten tollen Effekt für sich nutzen: Wenn das Model leicht nach oben schaut, glänzen die Augen wunderschön und spiegeln den Himmel.


Regen

Auch von Regen würde ich mich nicht abschrecken lassen. Bei Nieselregen kann man die Tropfen oft zu seinem Vorteil nutzen. Mein Rosen-Shooting mit Simone letzten Juni war beispielsweise bei Nieselregen und auf den Bildern sieht man es nur an einem einzigen Aspekt: die Rosen glänzen wunderschön unter den Regentropfen.
Wenn es stärker regnet kann man entweder mit nassem Model im Regen kreativ werden oder vielleicht ein Schirm-Fotoshooting? Hier empfiehlt sich ein Regenschutz für die Kamera, zum Beispiel in Form einer Plastiktüte oder einem Assistenten mit Schirm.
Aber auch wenn man nicht mit dem Wasser in Berührung kommen will, gibt es Möglichkeiten, denn es gibt auch Outdoor einige überdachte Orte: zum Beispiel überdachte Arkaden in der Stadt oder Pavillons im Park. Und auch Indoor kann man mit natürlichem Licht shooten, zum Beispiel in einem Cafe oder der eigenen Wohnung. Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Location ein großes Fenster hat, durch das möglichst viel Licht fällt.


Nützliche Hilfsmittel

Reflektor

Einen Reflektor kann man benutzen um Licht in das Gesicht des Models zu reflektieren. Reflektoren haben oft eine goldene, eine silberne und eine weiße Seite, ich habe mal gelesen, dass sich für Outdoor vor allem die goldene Seite eignet. Letzten Endes hängt das aber davon ab, wie das Licht aussehen soll, dass man auf das Model reflektiert. Silber und weiß sind dabei neutraler als Gold und gefallen mir persönlich besser.
Insgesamt bin ich bisher kein großer Fan von Reflektoren, da sie das Model oft blenden - und dann habe ich lieber weniger Licht im Gesicht als zusammengekniffene Augen. Außerdem braucht man für einen Reflektor meistens einen Assistenten, der diesen hält - außer es handelt sich um reine Nahaufnahmen, dann kann das Model ihn auch selbst halten.

Diffusor

Ein Diffusor besteht aus einem weißen, durchscheinenden Material und kann z.B. über das Model gehalten werden um hartes Sonnenlicht zu brechen. Oft ist in einem Reflektor schon ein Diffusor enthalten. Bei den gängigen Reflektoren von Neewer erhält man den Diffusor, wenn man die silberne/ goldene Hülle entfernt.
Bei hartem Sonnenlicht ohne schattiges Plätzchen in der Nähe ist der Diffusor eigentlich nicht wegzudenken. Allerdings braucht man hier immer eine dritte Person die den Diffusor hält. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, in lokalen Fotogruppen nachzufragen, ob mir jemand assistieren kann. Oft meldet sich jemand freiwillig, z.B. jemand der sich das Fotoshooting gerne anschauen möchte um Erfahrungen zu sammeln.


Wie sieht es bei dir aus, shootest du lieber mit Blitzen oder so wie ich mit natürlichem Licht?


Eva Katharina

Ich bin Eva, 21 Jahre alt und seit 2012 auf diesem Blog aktiv. Aktuell studiere ich in Hamburg "Mensch-Computer-Interaktion", komme aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg. Ich interessiere mich für Fotografie, bin aktive Naturschützerin und Reise liebend gern. Mehr Infos findest du auf meiner Über-Mich Seite.