Wie ich mich auf ein Fotoshooting vorbereite (+ Checklisten)

Fotoshootings brauchen viel Vorbereitung, mit einer tollen Idee ist noch kein tolles Shooting garantiert. Aber auch wenn das Model gefunden, die Location ausgesucht und der Termin abgesprochen ist, kommen noch einige vorbereitende Schritte auf einen zu, die man besser nicht vergessen sollte.
Ich teile heute meine Fotoshooting Vor- und Nachbereitungsroutine mit euch und stelle euch meine Checklisten und meine Packliste für den Shooting-Tag zur Verfügung:

Vor dem Fotoshooting


Ein bis zwei Tage vor dem Fotoshooting geht es bei mir an die finalen Kleinigkeiten, die noch erledigt werden müssen. Das Equipment vorbereiten, Inspiration suchen und nochmal Kontakt mit dem Model aufnehmen.
Die Inspirationssuche ist mir immer besonders wichtig, um schon eine ungefähre Richtung zu haben, wohin ich mit dem Shooting gehen möchte. Außerdem recherchiere ich vor dem Shooting immer schon ein paar Posen, damit ich dem Model unter die Arme greifen und Anweisungen geben kann, falls die Posen ausgehen. Wie genau du das am besten machst, habe ich hier schon einmal erklärt.
Auch die erneute Kontaktaufnahme kann sehr wichtig sein. Mir ist es zum Glück erst einmal passiert, dass ein Model abgesprungen ist und bei dem Shooting hatten wir immerhin auch noch keinen Treffpunkt vereinbart. Ich habe aber schon ein paar mal von anderen Fotografen gehört, dass diese Stundenlang am Treffpunkt warteten und am Ende doch niemand mehr kam. Ich möchte hier keine bösen Unterstellungen machen, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht und ich kann deshalb nur empfehlen ein bis zwei Tage vor dem Shooting nochmal mit dem Model Kontakt aufzunehmen und wenn es nur ein "Ich freue mich schon auf unser Shooting, bist du bereit?" ist.

Vor-dem-Shooting-Checkliste:

Fotoshooting-Packliste


Am Shooting Tag direkt - oder einen Abend davor - ist es dann natürlich wichtig, dass man alle Dinge einpackt die gebraucht werden und auch auf "Notfälle" ausgerüstet ist. Erst bei meinem letzten Fotoshooting ist es mir beispielsweise passiert, dass die Speicherkarte plötzlich nicht mehr wollte - mitten im Shooting zeigte sich eine Fehlermeldung auf meinem Display und das wars dann. In diesem Moment war ich sehr froh, noch eine zweite Speicherkarte in meinem Geldbeutel zu haben und das Shooting wurde nicht weiter verzögert. Zuhause konnte ich dann auch von der anderen Speicherkarte alle Bilder auf den PC retten.
Auch den leeren Akku kennt wahrscheinlich jeder, man war sich doch ganz sicher, dass dieser noch genug geladen ist. Was mir auch schon passiert ist: einmal habe ich den vollgeladenen Akku in der Ladebuchse vergessen. Nichts ist ärgerlicher als das und mit einem Ersatzakku ist man immer gut beraten.
Die anderen Dinge auf der Packliste sind relativ selbsterklärend. Ein Diffusor bei strahlendem Sonnenschein, kann ein Bild schonmal retten, ein Objektivputztuch schadet auch nie, ... Diese Liste kann natürlich jeder Fotograf beliebig ergänzen. Ich bin zum Beispiel ein großer Fan davon, ein paar extra Requisiten auf einem Fotoshooting dabei zu haben. Worüber ich in meinem Post über den Umgang mit unerfahrenen Models schonmal ausgiebig berichtet habe.

Shooting-Packliste:
  • Kamera
  • Akku & Ersatzakku
  • Speicherkarte & Ersatzspeicherkarte
  • Wechselobjektiv(e)
  • Eventuell benötigte Hilfsmittel
    • Aufsteckblitz
    • Reflektor
    • Diffusor
    • Stativ
  • Requisiten
  • Objektivputztuch

Nach dem Shooting


Mit dem gelungenen Shooting-Tag ist ein Fotoshooting natürlich noch nicht zu Ende.
Das erste was ich nach einem Fotoshooting IMMER sofort tue, ist alle Bilder auf meiner externen Festplatte sichern. Jetzt kann mit der Speicherkarte alles mögliche passieren, die Bilder sind sicher. Es lohnt sich, die Bilder immer auf mindestens zwei Speichermedien gleichzeitig zu haben, weil Datenverlust auf einem Medium dann nicht mehr tragisch ist.
Außerdem gehört es natürlich zum guten Ton, nochmal Kontakt mit dem Model und eventuell anderen am Shooting Beteiligten wie beispielsweise Visagist oder Assistent aufzunehmen. Ein kurzes Dankeschön freut sicher jeden, oder?
Danach geht es natürlich an die Bildbearbeitung. Diese Phase dauert bei mir immer relativ lange, da ich die Bilder gerne immer wieder über Nacht liegen lasse, um am nächsten Tag nochmal mit anderen Augen darauf zu schauen und noch weitere Änderungen vorzunehmen.
Und zu guter letzt sollte man natürlich nicht vergessen, dem Model die Bilder auch zu schicken. Hier sind verschiedene Medien beliebt, ich nutze meistens Google Drive, habe aber bei anderen auch schon die Dropbox oder WeTransfer gesehen.

After-Shooting-Checkliste:
  1. Bilder auf mindestens 2 Speichermedien (Festplatten) speichern
  2. Erneuten Kontakt mit Model aufnehmen, z.B. bedanken
  3. Bilder bearbeiten
  4. Bilder hochladen
  5. Link zu den Bildern an Model weitergeben

Wie ist deine Fotoshooting-Routine?
Hast du meinem Checklisten noch etwas hinzuzufügen?


Eva Katharina

Ich bin Eva, 21 Jahre alt und seit 2012 auf diesem Blog aktiv. Aktuell studiere ich in Hamburg, komme aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg. Ich interessiere mich für alles rund um die Fotografie, bin seit einem Jahr aktive Umweltschützerin und Reise liebend gern.

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