Welches Fotografie-Equipment brauche ich auf Reisen


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Früher habe ich auf Reisen oft unheimlich viel Equipment mitgeschleppt, dass ich gar nicht gebraucht habe. Irgendwann habe ich es dann gelernt: Weniger Equipment ist in diesem Fall mehr! Das war der Moment, als ich meine Kamera, drei Objektive und ein Stativ den Lion's Head in Kapstadt hochgetragen habe. Am Ende war ich absolut kaputt, habe gerade mal eins der Objektive benutzt und das Stativ hätte ich mir wahrscheinlich auch sparen können.
Insofern möchte ich euch heute aus meinen Fehlern lernen lassen und euch außerdem beraten, was ihr wirklich an Equipment braucht:


Die Kamera

Die richtige Kamera zum Reisen zu finden ist gar nicht so einfach. Ich würde inzwischen eine Systemkamera empfehlen, da diese kleiner und leichter sind als DSLRs und auch qualitativ mithalten können.
Am wichtigsten ist aber, dass du deine Kamera kennst und sie dir liegt. Ich nehme auf Reisen immer meine Canon Eos 80d mit und obwohl diese schwerer und größer ist als eine Systemkamera komme ich damit gut klar und bin zufrieden mit den Bildern. Wenn du also schon eine Kamera hast, würde ich deswegen nicht unbedingt eine Neue kaufen, wichtiger ist da die Wahl des Objektivs. Und was sowieso immer gilt:
Die beste Kamera ist die, die du dabei hast!
Hast du gerade ein Handy zur Hand? Ok, dann nimm das Handy und hole das beste raus! Christian vom Blog Kreuz und Quer zum Beispiel zaubert aus einem Handy, was andere mit der besten Kamera nicht schaffen.

Das richtige Objektiv

Am Ende ist es auf Reisen einfach nur wichtig, dass man alles fotografieren kann was man möchte - also zum Beispiel nicht durch eine zu hohe Brennweite eingeschränkt ist, wenn man Landschaften fotografieren will. Jetzt könnte man natürlich einen Haufen verschiedene Objektive mitschleppen und das habe ich einige male auch getan, aber ich kann euch davon abraten. Meistens lief es darauf hinaus, dass alle Objektive im Hotel lagen, außer dem Flexibelsten. Ich wechsle ungern Objektive auf offener Straße und mit einer Festbrennweite fühle ich mich oft nicht flexibel genug. Ich spare deshalb gerade auf das EF 24-70mm f/2.8L Objektiv von Canon*, weil das in meinen Augen alle zum Reisen nötigen Brennweiten abdeckt und gleichzeitig eine gute Blendenzahl hat und lichtstark ist. Das Objektiv hat aber natürlich nicht gerade einen Schnäppchen-Preis und wenn man nicht so tief in die Tasche greifen möchte, muss man an irgendeiner Stelle einfach Abstriche machen. Ich würde das Objektiv jeden Falls nicht kaufen, wenn ich es nicht auch noch für Portraits- und Eventfotografien verwenden könnte.
Beim Reisen ist mir also am wichtigsten, dass ich mit einem Objektiv möglichst flexibel bin und verschiedene Dinge fotografieren kann. Bisher habe ich immer mit dem 18-55mm Kit-Objektiv fotografiert, was wahrlich nicht das beste ist, aber für mich am einfachsten und passendsten. Meinen Post darüber, wie du alles aus deinem Kit-Objektiv rausholen kannst, findest du hier.


Sonstiges Equipment

  • Stativ: Stative sind schwer und unhandlich, können Bilder aber durch Langzeitbelichtungen auf ein ganz neues Level bringen. Wenn du also nicht gerade mit Handgepäck reist, sondern das Stativ irgendwo in deinem Koffer verstauen kannst, kann ich dir empfehlen eines mitzunehmen.
  • Graufilter: oft genauso notwendig für Langzeitbelichtungen wie ein Stativ sind die guten alten Graufilter. Mehr über Filter und wofür du sie verwenden kannst, kannst du hier nachlesen.
  • Speicherkarten: Auf Reisen empfehle ich immer, lieber mehrere kleine Speicherkarten - z.B. 32 GB - mitzunehmen als eine große. Wenn eine Karte mal kaputt geht ist so der Datenverlust geringer.
  • Ersatzakkus: Kaum etwas ist ärgerlicher, als wenn plötzlich der Akku mitten auf dem Weg leer ist oder kaputt geht, es empfiehlt sich daher immer noch einen Ersatzakku dabei zu haben.

Die richtige Aufbewahrung

Als ich nach einem Kamerarucksack fürs Reisen gesucht habe, war ich erstmal ziemlich schockiert: Kamerarucksäcke sind oft bunt und schreien schon von weitem "seht her, hier ist mein super teures Kameraequipment drin!". Um das zu umgehen kann ich euch nur empfehlen beim Kauf darauf zu achten, dass der Rucksack nicht zu auffällig ist.
Ich habe zum Beispiel nach langem Suchen einen schlichten Kamera Rucksack von Burton* gefunden, der auch nur auf dem Rücken aufgeht, was ein zusätzlicher Diebstahlschutz ist.
Die andere Option, die ich auch oft und gerne nutze ist, Objektive und Kamera einzeln zu verpacken und in einen normalen Rucksack zu stecken. Dafür würde ich mit Kamera und Objektiv einfach mal in einen Fotografieladen oder zu Saturn fahren und testen welche Tasche möglichst passgenau ist. Wenn es entgegen meiner Tipps oben doch mehrere Objektive sein sollen, so gibt es dafür auch eine Lösung: Objektivtaschen in allen erdenklichen Größen*. Selbst habe ich diese allerdings noch nicht ausprobiert.


Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Tipps weiterhelfen und ihr wisst nun, was ihr auf Reisen mitnehmt und was ihr lieber zuhause lasst. Und natürlich interessiert mich auch:

Hast du noch zusätzliche Tipps? Was nimmst du bisher alles auf Reisen mit?




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Eva Katharina

Ich bin Eva, 20 Jahre alt und seit 2012 auf diesem Blog aktiv. Aktuell studiere ich in Hamburg, komme aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg. Ich interessiere mich für alles rund um die Fotografie, bin seit einem Jahr aktive Umweltschützerin und Reise liebend gern.

Kommentare:

  1. Hi Eva, ich habe erst letzte Woche einen ähnlichen Post verfasst. Für mich geht es am Ende des Monats wieder nach London. Bisher habe ich immer mit meinem iPhone die Fotos gemacht doch für dieses Jahr habe ich mich entschieden wieder mal meine Canon 70D mitzunehmen. Mein Hauptproblem ist auch das Objektiv. Ich mag das Kit Objektiv nicht sehr gerne und habe mir damals das 50mm 1.8 geholt - allerdings ist es für manche Situationen einfach nicht geeignet. Für die Hochzeit meiner Schwester habe ich mir dann das 24mm 2.8 von Canon geholt. Damit, finde ich, kann man sowohl Landschaften gut fotografieren aber auch Portraits. Das was du verlinkt hast ist natürlich auch super aber der Preis - das kann ich mir leider nicht leisten :) Da wir nur mit Handgepäck fliegen muss ich meine Ausrüstung auch so klein wie möglich halte. Ich nehme als zweites Gepäckstück eine Kameratasche direkt von Amazon Basics in klassischem schwarz. Dort bekommt man die Kamera und Zubehör gut verstaut. Bei den Speicherkarten bin ich auch nicht geizig, da können schonmal ein paar mit ^^ Liebe Grüße nach Hamburg!

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  2. Danke für den Einblick! 😊 Mein Equipment für/auf Reisen ist sehr ähnlich aufgestellt.
    Liebe Grüße an dich, Nia

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  3. Danke Für die Erwähnung. Da ich erst aus dem Urlaub zurück bin, könnte ich mal wieder einen Handybeitrag machen. Die Bilder aus der Kamera werden wohl noch dauern.

    Ansonsten hatte ich dieses Jahr neben dem Handy (Welches ich immer öfter der Kamera vorziehe) meine Nikon D610 und das 24-120mm f4 welches mein Reiseobjektiv darstellt dabei. Stativ liegt zwar auch im Bus, nutze ich aber immer seltener. Dank Vollformst geht's auch mal schnell mit hoher ISO aus der Hand raus. Nur wenn der ND Filter drauf kommt, kommt das zum Einsatz oder ich lege die Kamera mal schnell irgendwo ab. So spare ich mir oft das Stativ. Speicherkarten habe ich auch lieber mehr kleinere als eine große. Zum Glück kostet Speicher fast nichts mehr. Ich habe 88GB Bilder mitgebracht was in etwa 2700 Fotos entspricht. Letztes Jahr waren es über 5000 Bilder. Eigentlich Wahnsinn, der Horror für analoge Fotografen.

    Was ich noch gern nutze sind zum Beispiel verschiedene Handyapps. Wo ist der Sonnenaufgang, Untergang zum Beispiel (LunaSolCal) oder auch ganz einfach Google-Maps. Ich bin etwas über 4000km gefahren und auch oft in Gegenden wo wenig bis gar kein Tourismus ist. Ein Blick in Google-Maps lässt einen schnell schöne Plätze und mögliche Motive finden wenn man sich nicht auskennt.

    Schöne Grüße
    Christian

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  4. Ich finde deinen Post super. Das Objektiv ist definitiv eine gute Wahl. Festbrennweiten sind zwar klasse für schöne Aufnahmen aber total unpraktisch. :) Die lasse ich daher Zuhause. :)

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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