Wie du ohne teure Workshops fotografieren lernst

Kennst du das, wenn du durchs Internet scrollst und überall finden sich diese furchtbar teuren Fotografieworkshops? Ich habe mich früher immer gefragt, ob ich einen solchen Workshop mal besuchen soll. Letzten Endes hat mir aber erst als Schüler und dann als Student immer das Geld gefehlt und irgendwann hatte ich auch Angst, dass ich so viel Geld ausgebe und man mir am Ende doch nichts neues beibringen kann.
Ich möchte dir heute im Rahmen der Low Budget Fotografie erzählen, wie du ganz ohne teure Workshops das Fotografieren erlernen kannst. Es gibt nämlich eine ganze Menge Mittel und Wege:

Lerne von Anderen


Schaue Youtube-Videos

Auf Youtube findet sich eine Menge kostenloser Content und viele Fotografietutorials die einen Workshop schonmal ersetzen können. Suche einfach nach spezifischen Dingen, die dich gerade interessieren und die du lernen möchtest, du wirst auf jeden Fall fündig!
Ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan von Videos, weil man nicht so einfach zu relevanten Stellen springen kann und ich sie recht zeitaufwendig finde. Aber das ist einfach nur Meinungssache und ich kenne viele Leute, die gern Videos schauen. Empfohlen wurde mir für die Fotografie häufig Ben Jaworskyj.

Lies Fotografieblogs

Das du auf meinem Blog gelandet bist, ist auf jeden Fall schonmal ein Schritt in die richtige Richtung. Im Netz gibt es unzählige Blogs und viele davon beschäftigen sich mit Fotografie. Also schau dich einfach nach verschieden Fotografie Blogs um und nutze das dort vorhandene Wissen um besser zu werden.
Ich kann dir zum Beispiel folgende Blogs empfehlen: Wandelbar-Photo, 22places - Reise & Fotografie und Rosegolden.

Bitte Fotografen in deiner Nähe um Hilfe

Schau dich doch mal im Internet um, was es in deiner Nähe für Fotografen gibt. Mit etwas Glück findest du einen netten Fotografen - egal ob Hobby oder Beruflich - der dich mal mitnimmt, wenn er selbst Fotos machen geht. Schon allein vom Zuschauen kannst du hier enorm viel lernen. Leider sind nicht alle Fotografen gewillt, einfach mal jemanden mitzunehmen, aber ich habe inzwischen einige gefunden und gute Erfahrungen gemacht. Über eine dieser Erfahrungen habe ich zum Beispiel in meinem Post "Wer nicht fragt bleibt dumm" berichtet.
Eine gute Anlaufstelle um andere Fotografen kennenzulernen sind natürlich auch Events für Fotografen, zum Beispiel Stammtische oder Fotowalks.

Schau dich auf Sozialen Netzwerken um

Auch auf sozialen Netzwerken kann man viel von anderen Fotografen lernen. Besonders im Kopf habe ich dabei Pinterest und Facebook.
In Facebook gibt es unzählige Gruppen, in denen man Mitglied werden kann. Dort werden Bilder zur Inspiration gepostet, man kann aber auch einfach Fragen stellen und meistens wird einem von den Mitgliedern geholfen. Ich bin zum Beispiel Mitglied in den Gruppen "Hobby Fotografie - Deutschland" und "Fotografie für Anfänger und Hobbyfotografen".
Auf Pinterest kursieren auch viele tolle Tutorials zur Fotografie. Dort gibt es zwar keinen Zentralen Sammelpunkt, aber wenn es dich interessiert, schau mal auf meinem Profil vorbei. Ich pinne eigentlich jedes Tutorial, dass ich zur Fotografie hilfreich finde auf meinem Board "Tipps & Tricks - Fotografie".

Lerne mit Literatur


Gehe in ein Fotogeschäft und lass dir passende Bücher für deine Interessen zeigen

Ich könnte Stunden in der Fotografieabteilung großer Buchläden, in den Museumsshops von Fotografie Museen oder auch in der Bücherabteilung kleiner Fotogeschäfte verbringen. Dort findet sich unheimlich viel Wissen zur Fotografie.
Allerdings lese ich inzwischen keine "Standard-"Fotografiebücher mehr, denn in vielen recht allgemein gehaltenen Fotografiebüchern steht immer das Gleiche: "Wie stelle ich ISO, Blende und Belichtungszeit ein?", "Wie funktioniert Bildaufbau?", ... Am Anfang kann das sehr hilfreich sein, aber irgendwann hat man einfach genug darüber gelesen. Deshalb lese ich inzwischen gern Biografien großer Fotografen und spezifischere Bücher, die sich beispielsweise mit einem Teilbereich der Fotografie auseinandersetzen.
Alle meine Rezensionen findest du hier.

Schaue in einer Bibliothek nach, ob sie Bücher zur Fotografie haben

Viele Bücher die du in Fotogeschäften oder im Internet kaufen kannst, gibt es auch billiger in einer Bibliothek. Als Student kann man sich meist einen kostenlosen Bibliotheksausweis machen lassen und gerade Universitäten, die auch kreative Bereiche als Studiengänge anbieten, haben oft eine Abteilung zur Fotografie. In Hamburg wäre das beispielsweise die HAW.

Stöbere im Zeitschriftenladen nach Fotografiemagazinen

In gut sortierten Läden, die Zeitschriften führen, gibt es oft eine ganze Menge an Fotografiezeitschriften. Der Vorteil dieser ist, dass sie immer aktuell sind und darin beispielsweise auch neuste Technik vorgestellt wird. Außerdem kann man so oft in Themen reinschnuppern, auf die man sonst vielleicht nicht gestoßen wäre.

Learning by doing


Am wichtigsten ist und bleibt beim Erlernen der Fotografie immer noch das Ausprobieren. Praktische Erfahrung kann kein Workshop, Buch oder Tutorial ersetzen. Also schnapp dir am besten einfach deine Kamera und geh raus!
Wenn du dir nach jedem Shooting deine Bilder nochmal genau anschaust, kannst du durch deine eigenen Fehler enorm viel lernen. Außerdem kannst du dir überlegen, was du selbst an dem Bild besser finden würdest und so gezielt bestimmte Dinge lernen und üben.

Was sagst du zu meinen Vorschlägen? Wie lange fotografierst du schon? Und wie hast du es dir beigebracht?


Eva Katharina

Ich bin Eva, 21 Jahre alt und seit 2012 auf diesem Blog aktiv. Aktuell studiere ich in Hamburg, komme aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg. Ich interessiere mich für alles rund um die Fotografie, bin seit einem Jahr aktive Umweltschützerin und Reise liebend gern.

Kommentare:

  1. Das Hobby der Fotografie und die ersten Ideen verdanke ich dir.
    Du hast mich dazu gebracht und dein Blog war die erste Infoquelle

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    1. Vielen Dank, ich fühle mich dadurch nach wie vor sehr geschmeichelt :)

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  2. Die ersten 10.000 Fotos sind Deine schlechtesten ( Helmut Newton ).
    Aber Spaß beiseite : Du hast Recht, oft müssen so teuere Workshops nicht sein, aber auch im Internet ist nicht alles Gold was glänzt. Das wichtigste ist, viel selber auszuprobieren und da kann man sich gerne bei anderen anregen lassen. Und auch herausfinden, was einem selber liegt. "Realistische" Fotos, oder Extrembearbeitung. Da gibt's natürlich jede Menge Abstufungen dazwischen.
    Was heutzutage viele als Foto verkaufen, ist 90% Photoshop, und davon halte ich nicht soviel ..
    Aber Du hast Recht, Austausch ist wichtig, und ich denke Du weisst dass Du einige hast mit denen Du Dich austauschen kannst, unseren einschlägigen Chat-Link lasse ich hier unerwähnt :D !
    Liebe Grüße vom Schnappi

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    1. Muss ich mal gucken wie viele Bilder ich bis jetzt gemacht habe :D Mehr als 10.000 dürften es wohl sein :P
      Wichtig ist natürlich seinen eigenen Stil zu finden und durch all diese beschriebenen Kanäle tut man das meistens. Gerade in Facebook Gruppen gibt es alles mögliche zu sehen und dann kann man sich auch eine Meinung bilden, wie eben deine, dass 90% Photoshop dir nicht liegt :)
      Mit dir tausche ich mich ja sowieso immer gerne aus, ich habe auch schon viel von dir gelernt!

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  3. Leider alles sehr allgemein gehalten in diesem Beitrag.
    Wenig informativ. Nichts was man nicht durch normales Engagement für ein Hobby auch erfahren würde.

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    1. Schade, dass dir der Blogpost nicht gefällt.

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  4. Sowohl bei anderen Photographen als auch beim learning by doing: schaut euch die Randbereiche der Photographie an, z.B. die, die Nobby ansprach: extreme Bearbeitung, unbearbeitet, analog, Lochkamera, Lomographie. Man muss kein Freund dieser Arbeitsweisen werden, ABER: AUS jedem dieser Themen kann man einiges lernen! Auch wenn einiges der Methoden nicht mehr wirklich (reine) Photographie ist: es sind Kunstformen und Gestaltungsmöglichkeiten, die man bestimmt als Ideen behält.

    Mir z.B. hat das analoge "Handwerkliche" Arbeiten (über die Schule kam ich an die Möglichkeit, SW selbst zu entwickeln und zu vergrößern...) sehr geholfen, technische Hintergründe zu verstehen: Blende, Belichtung, ISO, die Zusammenhänge und physikalischen Gesetze verinnerlicht man, wenn man die Überlegungen halt NICHT der Kamera überlassen kann.

    Und ein Thema habe ich generell noch hinzuzufügen: Museen, Bildbände und andere Publikationen! Habe viele Ausstellungen besucht, aus denen ich schöne Impulse mitnahm.


    LG
    Jakob

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    1. Die Randbereiche finde ich auch immer total interessant. Vor kurzem waren wir ja erst auf analoger Fototour ;) Den Film muss ich endlich mal entwickeln lassen... Daraus kann man wirklich einiges lernen!

      Wie konnte ich Museen und Ausstellungen nur vergessen, da gehe ich auch total gern hin :) Bildbände und co. hätte ich jetzt in "Bücher" mit eingefasst, aber dann habe ich das wohl missverständlich formuliert...

      Danke für deinen Kommentar!

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    2. Bin schon gespannt auf die Ergebnisse. habe meinen Film von dem Tag auch noch nicht durchgezogen.
      Liegt noch halb voll bei meinen Eltern...

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  5. So hab ich das auch gemacht und mittlerweile meinen eigenen Blog und YouTube Kanal gestartet.
    Ich hab viel von Pavel Kaplun gelernt - mein Favorit auf YouTube

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  6. Hi ich habe früher viel fotografiert und hatte auch ein eigenes SW Labor. Habe letztes Jahr wieder angefangen und bin wieder beim analogen geblieben. Ich habe mein eigenes SW Labor und jage wieder pro Woche mindestens einen Film durch . Mein Hauptverzeichnis ist Landschaft und Tiere.

    Deine Vorschläge sind alle sehr gut, man kann auch noch in der fotocommunity.de nachschauen ob es einen Stammtisch in der Nähe gibt. Kann ganz interessant sein.
    MfG
    Jli

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    1. Bei fotocommunity.de wollte ich mich schon länger mal umschauen. Danke für den Tipp! :)
      Ich habe schon einen Stammtisch in meiner Gegend gefunden und bin auch sehr glücklich damit :)

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  7. Ich habe mit meiner CANON IXUS auch schon gute fotos gemacht - mein tip probieren probieren ... meist kommt zumindest 1 gutes foto heraus.

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  8. ich interessiere mich sehr für andere Länder und Kulturen - ich liebe Reisen :)
    Nach einiger Zeit bin ich jetzt auf die Idee gekommen mir eine Spiegelreflexkamera anzuschaffen.
    ich habe mich hier auf pinterst mal nach ein paar "Fotografie Blogs" umgeschaut und bin dabei auf dich gestoßen.
    Deine Tipps haben mich auf meinem Weg zum Fotografieren schon einige Schritte weiter gebracht deshalb frage ich mich jetzt natürlich welches Modell genau geeignet wäre für eine Anfängerin wie mich?...

    Diese´Frage wollte ich mal an dich weiter geben...:)

    Ich würde mich über einen Vorschlag oder eine geeignete Marke etc. freuen.

    Liebe grüße

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