Wie es ist mit Legasthenie zu leben

Vielleicht ist es schon einigen von euch aufgefallen, vielleicht aber auch nicht: Ich habe Legasthenie. Festgestellt wurde das in der Grundschule. Ich war immer schlecht in Rechtschreibung und Deutsch war meine schlechteste Note, weil ich die Diktate alle nacheinander verhauen habe. Meine Deutschlehrerin meinte immer, das wäre normal ich könnte das einfach nur nicht so gut, aber meine Mutter war hartnäckig und hat mich trotzdem zu einem Test auf Lese-Rechtschreibschwäche geschickt. Der leider positiv ausfiel.
Das ich vor einem Jahr ein gutes Deutsch Abitur hingelegt habe und man es mir kaum noch anmerkt, dass ich Legasthenie habe, habe ich meiner Mutter zu verdanken. Denn eine frühe Förderung ist wohl das wichtigste in einem solchen Fall. Ich hatte lange Förderunterricht, der sich spielerisch mit Rechtschreibung und Lesen befasst hat. In der Schule habe ich eigentlich nie Förderung erhalten und jedes mal wenn ich zum Lesen aufgerufen wurde zog sich mein Magen zusammen. Es ist, als würde man vor allen bloßgestellt werden. Ich habe früher schrecklich gelesen und geschrieben, das mit dem schreiben hat wenigstens kaum einer mitbekommen, aber vor der ganzen Klasse laut vorlesen war einfach nur eine Tortur. Mit den Jahren wurde es immer besser, aber beim lauten lesen fühle ich mich auch heute noch unwohl. Ich hasse es einfach.

Maybe some of you noticed, but maybe not: I have dyslexia. They determined it in elementary school. I was pretty bad in spelling and the subject German was my worst mark, because my dictations were so bad. My German teacher always said that's normal and I'm just bad, but my mum was stubborn and let me make a test on reading and spelling disability. Which sadly turned out to be positive.
One year ago I got a great German Abitur and you barely notice that I have dyslexia. All this is owed to my mum, because she got me a lot of support. For a long time I got extra support lessons that seemed to be pretty expensive, but my school barely did anything so it was just necessary. I always hated it when they were asking me to read out loud in class. It was just a big humiliation because I really read bad. So my stomach always contracted when I heard my name in such situations. With the years that good better but I still feel bad in reading out loud today. I just hate it.




Als ich nach der zehnten Klasse die Schule gewechselt habe war es schon so gut mit der Legasthenie, dass ich es meiner Deutschlehrerin gar nicht mehr erzählt habe. Ich wollte einfach für mich die Bestätigung haben, dass ich das ohne irgendwelche Mitleidspunkte schaffe und das ich genauso gut sein kann wie alle anderen. Dann hatte ich zwar oft unter den Aufsätzen stehen, dass meine Kommasetzung Mist ist und ich noch etwas an meiner Rechtschreibung arbeiten soll. Aber als ich ihr nach dem Abitur erzählt habe, dass ich Legasthenie habe war meine Deutschlehrerin ziemlich überrascht und meinte das hätte sie gar nicht gedacht. Nachdem ich Rechtschreibung und Lesen immer als meine große Schwäche gesehen hatte, war das ein großer Erfolg für mich, der durch die gute Note im Deutschabi nur belohnt wurde.
Früher habe ich mich kaum getraut über dieses Thema zu sprechen, ich weiß eigentlich gar nicht wieso, es ist schließlich keine große Schande. Aber irgendwie hatte ich immer Angst, dass die Leute noch mehr darüber lachen, als sie es so schon tun, weil ich keine gute Rechtschreibung hatte und wirklich schlecht und langsam lese. Wenn wir im Unterricht einen Text lesen sollten war ich nie fertig, wenn alle anderen es waren. Das Ende habe ich dann eigentlich fast nie mitbekommen, weil ich nicht wollte, dass die ganze Klasse warten muss, bis ich den letzten Abschnitt endlich gelesen habe. Das wäre auch zu demütigend gewesen, denn Kinder und Jugendliche können verdammt grausam sein.
Ihr seht, man hat es nicht immer leicht mit Legasthenie zu leben. Inzwischen beeinflusst sie mich kaum noch, aber nach dieser Geschichte könnt ihr wohl verstehen, dass ich Menschen die über ab und zu ein falsch geschriebenes Wort lachen einfach nur lächerlich finde. Denn man weiß nie was sich dahinter verbirgt und frühzeitig verurteilen oder gar verspotten ist nie gut. Ich habe so hart an dieser Legasthenie gearbeitet und gebe mir so viel Mühe was Rechtschreibung auf diesem Blog betrifft. Einen Blogpost zu schreiben ohne ihn von jemandem Korrektur lesen zu lassen - was ich am Anfang oft gemacht habe - ist für mich eine große Sache und ein großer Erfolg. Ein paar Klugscheißer gibt es immer aber damit kann ich inzwischen leben.
Nun wieso habe ich diesen Post geschrieben? Das ganze hatte mehrere Antriebe. Einerseits weil mich diese Leute einfach nerven, die spitzfindig über jedes falsch geschriebene Wort lachen und ich möchte, dass sie darüber nachdenken was sie da eigentlich tun. Denn vielleicht erscheint es für sie lustig und ganz normal aber es kann verletzend sein. Andererseits möchte ich den Leuten Mut machen, die auch solche Probleme haben.
Habt oder hattet ihr auch solche Probleme? Ist euch Rechtschreibung sehr wichtig?

When I changed school after the tenth grade my dyslexia was already pretty good so I didn't tell my new german teacher. I just wanted the confirmation that I can do it without compassion points. Often something like "mind your comma placement" or "work on your spelling" was written under my essays but after I got my Abitur when I told my teacher that I have dyslexia she said she never thought about that. After spelling and reading always was my big weakness it was a big success for me to hear that and it was also rewarded through a good mark in the German exam.
In the past I barely had the courage to talk about this topic, I can't even explain you why. Maybe I was just afraid that the people would laugh about it. When we had to read longer texts in class I never was finished when all the other people was, because I just read slow. So I almost never read the end of a text, because I didn't wanted the whole class to wait until I finally finished the last paragraph. It would have been to humiliating, children and teenagers can be pretty rude.
So you see it isn't that easy to live with dyslexia. Meanwhile it hardly effects me anymore, but after this story you can maybe understand that I hate people who are always laughing about every misspelled word. You never know what story is behind and so you should never judge or laugh about anybody. I worked hard on this dyslexia and I make an effort about good spelling on this blog. But it's a big thing and success for me to write blogposts without letting anybody read over them. Some smartasses are always around, but by now I can live with that.
So why did I write this post? On one hand I was just angry about those people laughing about bad spelling and I want them to know that maybe for them it's fun, but it can be pretty hurtful. And on the other hand I want to give people with the same problems courage.
Do or did you you also have such problems? Is spelling important to you?

Eva Katharina

Ich bin Eva, 20 Jahre alt und seit 2012 auf diesem Blog aktiv. Aktuell studiere ich in Hamburg, komme aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg. Ich interessiere mich für alles rund um die Fotografie, bin seit einem Jahr aktive Umweltschützerin und Reise liebend gern.

Kommentare:

  1. Ich habe auch Legasthenie. Wurde jedoch nie ärztlich festegestellt und ich wurde auch nie da gefördert. Das sieht man einfach heute noch. Doch alle Lehrer, die mich in Deutsch unterrichteten, meinten, dass es sicher Legasthenie sei, aber es nun zu spät ist etwas zu unternehmen. Einiges hat sich zu fest gesetzt und ich bin auch noch in der Zeit groß geworde, wo die neue Rechtschreibung eingeführt wurde, die hat mir den Boden komplett weggekloppt. Was man mühevoll mehere Jahre geübt hat und endlich konnte, war auf einmal Falsch.
    Ich habe irgendwann aufgegeben, immer alles korrigieren zu lassen. Ich schreibe seit 16 Jahren Blogs, ich bin eine Leseratte und Rezensiere Bücher für Autoren und Verlage. Sie wissen das ich meine Texte NICHT korrigieren lasse. Das sie nicht perfekt sind, das ich so nunmal bin.
    Keiner hat was dagegen. Ich habe auch mein Abi gemacht, Deutsch als 1 Leistungskurs! Mein Lehrer hat mich aber auch unterstützt. Das Lesen hat mir viel geholfen, aber laut vorlesen kann ich noch heute nicht, genauso wenig vor menschen etwas vor tragen (Referat)
    Mich kotzt es an, wenn man Menschen herrablassend behandelt wenn sie eine schlechte Ausdrucksweise oder Schreibweise haben. Mir tut es immer sehr weh, wenn ich lese "Mit so was wie dir diskutiere ich nicht, du beherrschst ja nicht mal die Rechtschreibung." als dürfte man keine Meinung haben, sich nirgends beteiligen.

    Letztens bekam ich bei twitter einen Seitenhieb "Toller Blog aber gruselige Rechtschreibung, so etwas darf Rezensieren"
    Da habe ich dann einen Post verfasst, mich gerechtfertigt. Ich bekam sogar eine Entschuldigung.

    Bei meinen Freund wurde Legasthenie diagnostiziert, aber auch erst später wodurch es heute noch auffällt.
    Unser Sohn, morgen letzterer Schultag der 1 Klasse, hat nun Dienstag die Anmeldung für LRS-Förderung bekommen. Er hat es auch, war uns bewusst, aber ich binfroh, dass er die Hilfe jetzt bekommt.

    Sabrina von Buchmagie.de/Lilienmeer.de

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    1. Das ist wirklich schade, dass du keine Förderung bekommen hast.. Aber ich finde es toll, dass du und dein Freund es bei eurem Sohn versucht besser zu machen! Er wird es auf jeden Fall zu schätzen wissen.
      Auf solche dummen Kommentare gebe ich inzwischen auch nichts mehr, wie gesagt: Die Personen wissen ja nie was dahinter steckt. Immerhin gab es eine Entschuldigung, das ist doch schonmal was.

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  2. Hey,
    wow Respekt an dich das du das so gut geschafft hast! Ich weiß ja nicht wie du das mit deinen blogtexten machst, aber bisher ist mir da nochnie ein Fehler aufgefallen.
    Zu deiner Frage: Ich bin selber ziemlich ziemlich schlecht in Rechtschreibung, stören tut mich das überhaupt nicht. Höchtens wenn es in der Deutschklausur mal wieder 3 Punkte deswegen abzug gibt ist das sehr ärgerlich :/

    xoxo

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    1. Früher habe ich meine Blogtexte immer anderen Leuten zum Korrekturlesen geschickt, aber irgendwann wurde mir das zu blöd. Daher versuche ich es jetzt selbst und bisher klappt es auch ganz gut ab und zu ein Fehlerchen ist ja auch ok.
      Das war im Deutschunterricht wirklich immer sehr ärgerlich..Das kenne ich.

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  3. Hey Eva,
    ja ich habe es nie bemerkt. Dann hattest du es mir irgendwann mal geschrieben, und ich konnte
    es mir kaum vorstellen. Und... ich habe nie, niemals was bemerkt. Und bis grade hatte ich es auch verdrängt und ich denke es ist völlig irrelevant.
    Du solltest mal meine Korrekturleserin fragen was die für Fehler bei mir findet.
    Ich schäme mich schon und glaube das die mich für völlig verblödet hält.

    Ich glaube nicht das es für deine Zukunft noch von Relevan sein wird....

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    1. Du hast eine Korrekturleserin?
      Naja im Beruf ist es vielleicht nochmal relevant.. Aber zum Glück ist es bei mir ja nicht mehr so schlimm.

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  4. Liebe Eva, ich finde es super, dass du dich nicht hast unterkriegen lassen!
    Auch ein großes Lob an die Hartnäckigkeit deiner Mutter, was die früher Förderung betrifft.
    Bei mir in der Grundschule haben sie unsere Klassenstufe als Versuchskaninchen benutzt: Als wir in der zweiten Klasse anfingen, eigene Texte zu schreiben, hat die Lehrerin einfach nicht auf die Rechtschreibung geachtet. Sie wollte nur, dass wir schreiben. So was finde ich einfach komplett Mist! Woher sollen wir es denn später können, wenn wir es nie beigebracht bekamen? Also bin ich nachmittags mit meinen Texten immer zu meinen Eltern gegangen und habe sie gebeten, meine Texte zu korrigieren. So habe ich es gelernt.
    Rechtschreibung ist mir persönlich eigentlich wichtig, aber es kommt auch immer auf den Anlass an. Wenn man einen Aufsatz schreibt, dann sollte er schon fehlerfrei sein, oder wenn ich etwas veröffentliche oder so in der Richtung. Wenn mir aber ein Freund schreibt und der Text ist schnell geschrieben und deswegen nicht fehlerfrei, ist mir das eigentlich egal, solang ich noch entziffern kann, was er mir sagen will. ;)
    Ich finde, du kriegst das super hin! Wirklich, dass ist echt eine große Leistung.
    Ich kann verstehen, dass es ein großer Schritt ist, einen selbstgeschriebenen Text zu veröffentlichen, ohne ihn Korrektur lesen zu lassen. Trau dich bitte auch weiterhin. :)
    Hast du denn im Leben noch Probleme wegen der Legasthenie?
    Auf einem Blog habe ich letztens in der Sidebar ein Bild gesehen, auf dem stand: "Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gern behalten." ^^ Fand ich klasse.
    Liebe Grüße, Mia :)

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    1. Oh man sowas sollte verboten sein, einfach Leute als Versuchskaninchen nutzen. Aber das machen sie in der Schule nur zu gern. Aber gut, dass deine Eltern es dann übernommen haben..
      Vielen Dank für all deine netten und lobenden Worte :)
      Inzwischen habe ich eigentlich gar keine Probleme mehr damit, außer ab und zu mal einem bösen Kommentar oder Leute die über irgendwas lachen, aber damit hab ich mich abgefunden.
      Der Spruch ist echt gut :D

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  5. Also ich habe ja beruflich auch ab und an mit LRS-Kindern zu tun und schon deshalb muss ich natürlich Wert auf korrekte Rechtschreibung legen! Aber bei dir wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass du Legasthenie haben könntest. Wenn du es jetzt nicht angesprochen hättest! Super, dass deine Mutter da so hartnäckig war und du so gut aufholen konntest! Ich kenne viele gleichgültige Eltern, nicht nur im LRS-Bereich, da gibt man Hausaufgaben mit oder Übungstipps und nichts wird gemacht! Gehört zwar jetzt nicht ganz zum Thema, aber erst letztens hab ich zu einer Mutter gesagt "Ihr Kind klingt mittlerweile so gut, haben Sie zu Hause mal drauf geachtet?" Die Mutter nur "Nein!" (Das Mädel hatte sehr viele Aussprachefehler und als sie damals zu mir kam, musste ich oft erraten, was sie gesagt hat.) Schade!

    Ich wünsche dir ein schönes restliches Wochenende
    Jana

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    1. Es ist wohl das A und O, dass Eltern da was machen weil es das Kind selbst ja erstmal nicht so wirklich stört. Also ich habe damals zumindest nicht so ganz verstanden was das ist und was man dagegen macht. Das ist wirklich schade, dass manche Eltern da nichts machen.

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  6. Da ich ja auch "betroffen" bin kann ich dich sehr gut verstehen.
    Ich wollte auch nie das es in meine Benotung mit einfließt ...
    Ich will es so schaffen.

    Liebst
    Justine

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  7. Ich weiß nicht so recht... Legasthenie scheint die neuste Modekrankheit zu sein. Gefühlt jeder zweite Blogger behauptet, sie zu haben (die vorherigen Kommentare bestätigen das schon wieder) - eine schöne Ausrede um sich nicht anstrengen oder eine Rechtschreibkorrektur benutzen zu müssen. Wie bei ADHS, Burn-Out, etc. leiden am Ende nur die tatsächlich Betroffenen darunter, weil sie nicht mehr ernst genommen werden.
    Lesen und Schreiben sind Übungssache. Bei Kindern liegt die Verantwortung dafür bei den Eltern und die drücken sich leider immer öfter davor, Vorzulesen, sich vorlesen zu lassen oder auch nur Hausaufgaben zu kontrollieren. Immer mehr Schulen ist es schon freigestellt, ob sie Rechtschreibfehler in den ersten zwei Klassen überhaupt anstreichen. Am Ende gibt es ein paar, die tatsächlich unter einer Krankheit leiden und viele, die sich dahinter verstecken ohne zu wissen, wie es wirklich wäre, wenn sie tatsächlich betroffen wären.

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    1. Einerseits hast du recht, es sagen sehr viele Leute die es nie haben testen lassen und vlt auch gar keine Legastheniker sind. Andererseits bekommt die Krankheit damit vielleicht endlich die Aufmerksamkeit die ihr zusteht und Lehrer geben sich mal wieder mehr Mühe.
      Ich habe als Kind sehr viel Vorgelesen bekommen und selbst gelesen und geschrieben. Aber manchmal hilft das eben auch nicht komplett. Sich dahinter verstecken ist auf jeden Fall nie richtig, egal ob man die Krankheit nun wirklich hat oder nicht!

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  8. Ich finde es toll, dass du dich nicht hinter der Diagnose versteckst! Und wie man liest, :-) klappt es doch super mit deinem Blog. Mach weiter so und lass dich von den ach so tollen Freizeit-Deutschlehrern nicht ärgern. Lg Nadine von Nanniswelt

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    1. Dankeschön :)
      Ja die selbst ernannten Deutschlehrer muss man einfach ignorieren lernen :D

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  9. Ein schöner Beitrag. Ich finde es toll zu lesen, dass es auch andere Blogger mit Legasthenie gibt. Bei mir wurde es erst sehr spät erkannt. Ab der 6. Klasse wurde meine Deutschnote endlich auf das beschränkt was ich kann. Denn meine Aufsätze waren im Inhalt und Ausdruck immer 1-2, aber da die Rechtschreibung 6 war konnte ich maximal eine 4 als Note bekommen. Das war ganz schön frustrierend.
    Ich habe selbst in meinem Abschlusszeugnis darauf bestanden, dass der Zusatz Legasthenie enthalten ist, denn ich wollte meine Englisch- und Deutschnote nicht abwerten lassen.
    Auf dem Gymnasium später habe ich es meinen Lehrern erst mal verschwiegen. Doch kamen meine Deutsch-, Englisch und Französischlehrer schnell auf mich zu und fragten ob ich Legasthenie habe. Ich fand es gut, dass denen das Thema so geläufig war, sonst wäre es ihnen ja nicht aufgefallen.
    Ich habe meiner Legasthenie mit ganz viel Lesen und Schreiben von Anfang an den Kampf angesagt. Und so steht eine gute zwei auf meinem Abi Abschlusszeugnis ganz ohne Sonderbonus.
    Ich finde es sehr gut, dass du das Thema hier ansprichst. Schließlich braucht man sich als Legastheniker nicht verstecken, denn man hat sehr viele berühmte Leidensgenossen.
    LG Kerstin

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    1. Ich wusste es ehrlich gesagt nichtmal, dass ich so viele Leidensgenossen habe. Aber ich finde es unheimlich interessant zu lesen, wie andere damit umgehen.
      Deine Geschichte ähnelt meiner doch sehr, ich kenne es zu gut, wie unheimlich frustrierend das ist, jedes mal wegen der Rechtschreibung schlechte Noten zu bekommen..
      Um so mehr beglückwünsche ich dich zu deiner Abi Abschlussnote! Es zeigt doch, dass man durch viel Engagement etwas an dieser Krankheit ändern kann und sich verbessern kann :)

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