Steve McCurry. Indien - William Dalrymple

Wenn ich sage, dass Steve McCurry ein atemberaubender Fotograf ist, erzähle ich wohl niemandem von euch etwas neues. Um so glücklicher war ich, als ich das Buch entdeckt habe, dass ich euch heute vorstellen möchte: "Steve McCurry. Indien" geschrieben von William Dalrymple. Dann hatte ich auch noch das Glück, von Random House ein Rezensionsexemplar zu erhalten, wofür ich sehr dankbar bin.

Kurz Information
Preis: 49,95€
Art: Gebundenes Buch
Verlag: Prestel
ISBN: 978-3-7913-8195-4
Erscheinungsdatum: 21. September 2015

Klappentext
"Steve McCurry nimmt den Betrachter mit auf eine unvergessliche Reise ins exotische Herz Indiens. Ein stimmungsvoller Bildband für Reisende, Träumer und Liebhaber des indischen Subkontinents.
Der legendäre Magnum-Fotograf Steve Mc Curry versteht es meisterhaft, die wilde Schönheit und die starken Gegensätze des Subkontinents in fesselnden Aufnahmen festzuhalten. Egal ob in den belebten Gassen von Neu-Delhi, beim bunten Ganesh Festival in Mumbai oder auf den Blumenmärkten in Kaschmir – stets gelingen ihm faszinierende Momentaufnahmen von Menschen in ihrer alltäglichen Umgebung. Seit über 30 Jahren bereist McCurry die Welt und ist heute einer der renommiertesten Fotografen, berühmt für seine intensiven Porträtaufnahmen, aber auch tief bewegenden Bilder aus Krisengebieten rund um den Globus. Zu Indien fühlt sich McCurry seit jeher hingezogen: Das Land bereiste er schon zu Beginn seiner Karriere in den 1970er-Jahren. Seitdem kehrte er unzählige Male zurück.
Dieser großformatige Bildband mit 96 seiner schönsten und beeindruckendsten Aufnahmen wird ergänzt durch einen einleitenden Essay des Autors und Indienkenners William Dalrymple."

Meine Meinung
Ich wollte mir sowieso endlich mal ein paar Bildbände zulegen, da man von den Bildern anderer Fotografen eine Menge lernen kann. Steve McCurry ist gerade was Portraitfotografie angeht ein großes Vorbild und auch seine anderen Bilder sind grandios. Man sieht Indien nicht durch die Augen eines Touristen, sondern die Bilder sind unheimlich bewegend und einfach wundervoll.
Schon als wir in der Schule im Geografie Unterricht etwas über Indien gelernt haben, fand ich dieses Land unheimlich interessant. Ein Land der Gegensätze, vor allem zwischen arm und reich. Ganz vorne im Buch befinden sich einige Seiten Text des Autors, William Dalrymple. Er beschreibt darin Indien, wie es ist, wie es war und wie McCurry es auf seinen Fotografien abbildet. Der Text ist recht kurz aber unheimlich aussagekräftig und ich fand ihn auch sehr spannend geschrieben. Danach folgen McCurrys Fotografien, Seite um Seite in einer tollen Qualität und der genau passenden Größe - das Buch ist mit DIN A3 Format ziemlich groß und die Bilder sind alle Seitendeckend. Bei jedem Bild steht das Jahr und der Ort an dem es gemacht wurde dabei. Am Ende des Buches ist noch mal jedes Bild in klein abgedruckt mit einem kurzen beschreibenden Satz.
Ich muss sagen, ich bin total begeistert von dem Buch. Die Qualität ist klasse und die Fotos hauen einen wirklich um. Der Text des Autors ist nicht zu lang und nicht zu kurz und die kleinen Beschreibungen der Bilder am Ende sind sehr hilfreich. McCurrys Bilder sind emotional sehr mitreißend und zeigen Indien wie es ist, mit all seiner Armut und Gegensätzlichkeit. Toll finde ich es auch, dass die Bilder über einen langen Zeitraum hinweg entstanden sind und man so auch etwas von der Entwicklung des Landes und wie es früher mal war sehen kann.

Fazit
Ich bin total begeistert von dem Buch, es ist zwar riesen groß und passt in kein Regel, aber darüber kann ich bei diesen grandiosen Bildern hinwegsehen. Es handelt sich auf jeden Fall um einen klasse Bildband und auch der Einführungstext war toll. Mich hat es definitiv bereichert und das sowohl kulturell als auch fotografisch.
Habt ihr euch schonmal Werke von Steve McCurry angeschaut?

Eva Katharina

Ich bin Eva, 20 Jahre alt und seit 2012 auf diesem Blog aktiv. Aktuell studiere ich in Hamburg, komme aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg. Ich interessiere mich für alles rund um die Fotografie, bin seit einem Jahr aktive Umweltschützerin und Reise liebend gern.

Kommentare:

  1. Ich muss zu meiner Schande gestehen das ich Steve McCurry überhaupt nicht kenne. Aber das Cover ist ja schön mega schön, also muss er ein toller Fotograf sein. Schon allein wenn dunihn magst. Tolle Rezi, weiter so. :D

    Liebe Grüße Lisa

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    1. Ich dachte er wäre relativ berühmt für seine Portraits.. Aber vielleicht bin ich da auch nur zu sehr in der "Szene".
      Danke :)

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  2. Mir geht es wie Lisa, ich kannte den Fotograf bis jetzt nicht, finde das Cover aber auch schön.

    LG Jasmin

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    1. Da hab ich mich wohl etwas verschätzt, wie bekannt er ist :D

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  3. Hallo Eva.
    Also mir sagt er jetzt natürlich auch nichts ;)
    Aber eine schöne Vorstellung und zu gerne würde ich jetzt hinein sehen ^^

    liebe Grüße

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    1. Falls es dich interessiert, bei Random House kann man ein paar Seiten blättern wenn man aufs Cover geht:
      http://www.randomhouse.de/Buch/Steve-McCurry.-Indien/William-Dalrymple/Prestel/e490107.rhd

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  4. Hi Eva. Auch ich muss gestehen, dass ich von ihm noch nie etwas gehört habe. Aber ich habe ihn mal gegoogelt und muss dir Recht geben: Seine Bilder sind echt mega klasse.
    Mit so Bildbänden kann ich immer gar nichts anfangen. Also einmal ansehen ja. Das mache ich mit Begeisterung. Aber was dann? Zum "ins Regal legen" ist mir der Preis dann immer zu hoch. Obwohl..DIN A3 ist ja schon groß :D

    LG Christine

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    1. Immer hin kennst du ihn jetzt ;)
      Das gleiche habe ich früher auch über Bildbände gedacht, aber dann dachte ich: In andere Bücher schaut man auch sehr selten rein und diese haben oft auch ihren Preis. In einen Bildband werde ich glaube ich öfter hineinschauen als in irgendeinen Roman den ich schon gelesen habe, immer hin kann man darin immer Inspiration finden :)

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  5. Hey Eva ,
    McCurry kannte ich bisher nicht, aber ich finde es wahnsinnig fazinierend, dass er um die Welt reist und von seinen Eindrücken und Erlebnissen Bildbände entsteht. Es ist toll wenn gute Fotografen es schaffen verschiedene Welten festzuhalten und schon das Titelbild macht Lust auf mehr. Bei einem Bildband finde ich es gar nicht schlimm, wenn diese Größer sind als übliche Bücher und genug Raum geben, um die Bilder wirken zu lassen :-)

    LG Svenja

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    1. Das finde ich auch sehr faszinierend an ihm, vor allem weil die Bilder so real sind und ganze Geschichten erzählen, nicht einfach nur irgendwelche Touristenfotos.
      Ja das stimmt, die Bilder wirken in der Größe wirklich besser, als wenn man sie winzig gedruckt hätte.

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  6. Ich kannte bisher nur ein Bild von Steve McCurry, das mit dem Afghanischem Mädchen. Indien finde ich aber auch sehr faszinierend! Aber man denkt da immer nur an die "schönen Seiten", wenn man da hinreisen will! Leider gibt es überall auch soviel Armut :(

    Liebe Grüße
    Jana

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    1. Immer hin mal jemand der McCurry kennt, wenigstens ein Bild :D Das Afghanische Mädchen ist wohl auch sein bekanntestes Werk. In diesem Bildband sind aber auch einige sehr tiefgründige Portraits.
      Ich denke bei Indien irgendwie erst an die Armut und dann an ein schönes Land.. Vielleicht weil ich es so verändernd und faszinierend finde Armut zu sehen und zu erleben.

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