Psychologie in der Fotografie - Sven Barnow

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Heute möchte ich mal wieder ein Fotografiebuch vorstellen und zwar "Psychologie in der Fotografie: Kopf oder Bauch? Über die Kunst Menschen zu fotografieren" von Sven Barnow*. Ganz schön langer Titel oder? Aber auch sehr vielversprechend, da ich mich sowohl in der Freizeit als auch im Rahmen meines Studiums mit Psychologie beschäftige, fand ich den Gedanken diese Interesse mit der Fotografie zu verknüpfen wirklich toll. Soviel vorab kommen wir erstmal zum Klappentext und Inhalt.

Kurz Information
Preis: 22,90€*
Verlag: dpunkt.verlag GmbH
ISBN: 978-386490-270-3
Erscheinungsdatum: 19. November 2015

Klappentext
"In diesem Buch geht es um die Kunst, Menschen zu fotografieren: authentisch, unverstellt, ohne Pose. Dafür ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Fotograf und Modell nötig. Elementare psychologische Kenntnisse können hierbei hilfreich sein. Der Psychologe und Fotograf Sven Barnow zeigt die Bedeutung von Intellekt und Emotion, also »Kopf und Bauch« für den Prozess des Fotografierens, gibt den Leser/innen Methoden an die Hand, fotografische Situationen der People-Fotografie besser zu meistern, zeigt ihnen Wege, die eigene Kreativität zu entwickeln, oder »Schaffenskrisen« zu überwinden. Der Text wird mit vielen Beispielen, Tipps und Übungen unterlegt. Außerdem kommen »Meister der Fotografie« zu diesen Themen in Interviews zu Wort und zeigen auch ihre Arbeiten."

Meine Meinung
Wie ich in meiner kleinen Einleitung schon erwähnt habe, sind Psychologie und Fotografie total meine Themen und Interessensgebiete. Eingeleitet wird das Buch mit einem Zitat von Dürrenmatt: "Das Wesen des Menschen bei einer Aufnahme sichtbar zu machen, ist die höchste Kunst der Fotografie." In meinen Augen ein tolles Zitat zur Einleitung, das mich gleich gefesselt hat. Insgesamt ist das Buch erfrischend anders zu allen anderen Fotografiebüchern, die ich bisher gelesen habe, es ist weniger eine Anleitung, wie man das perfekte Foto schießt und mehr eine Anregung, die einen zum nachdenken bringt. Besonders haben mich folgende Fragen zum nachdenken gebracht, falls es euch interessiert, habe ich einfach mal meine Antworten die ich mir so ausgedacht habe dazu aufgeschrieben.
"Warum fotografiere ich eigentlich?"
Die Fotografie macht mich glücklich: sie entspannt mich, lässt mich die restliche Welt für eine Weile vergessen und bringt mir bei diese mit völlig anderen Augen zu sehen. Gerade was die Natur angeht, bereichert mich die Fotografie ungemein. Früher bin ich gefühlt mit geschlossenen Augen durch die Natur gelaufen, jetzt nehme ich jede Blume war, jedes Tier, jede Pflanze. Diese neue Sicht auf die Welt bereichert mein Leben.

"Welche Art der Fotografie macht mir Spaß und warum? Was interessiert mich nicht und was möchte ich eigentlich gar nicht fotografieren?"
Am meisten Spaß machen mir Macro und People Fotografie, außerdem noch die Tierfotografie, wofür mir allerdings im Moment die richtige Kamera fehlt. Architektur Fotografie ist eine Richtung die mich so gar nicht interessiert, auch Sport- und Foodfotografie sind nicht wirklich meine Richtungen.

Im Bereich der Portraitfotografie selbst weiß ich nicht, ob mir das Buch so besonders weitergeholfen hat. Barnow selbst ist Psychologe und meint die meiste Zeit, wenn er davon schreibt das Wesen der Person herauszubringen, die psychische Krankheit seiner Patienten in irgendeiner Form auf den Bildern festzuhalten. Ich habe bisher soweit ich weiß keine psychisch kranken Menschen fotografiert. Ich bin mir bewusst, dass solche Bilder sehr emotional und wunderschön sein können, aber ich habe keinen großen Patientenstamm, den ich vor die Kamera holen kann, so wie Barnow. Vielleicht fehlt mir aber auch nur die Fähigkeit seine Tipps auf das portraitieren eines jeden Menschen zu übertragen. Außerdem hat es mich etwas verwundert, dass in einem Buch das 2015 erschienen ist immer zu die Rede von analoger Fotografie und Leica Kameras ist. Natürlich gibt es immer noch Leute, die analog fotografieren und das ist auch toll, aber irgendwie hätte ich erwartet, dass solche Bücher zumindest irgendwie gekennzeichnet sind. Aber alles in allem tut das dem Buch keinen Abbruch.



Fazit
Insgesamt habe ich von diesem Buch vielleicht nicht so viel gelernt wie erwartet, aber auf eine andere Weise war es sehr lesenswert. Wie bereits erwähnt hat es mich sehr nachdenklich gestimmt und ich bin zu einer Menge interessanter Erkenntnisse gekommen. Gerade wenn man mal dazu aufgerufen wird sich seine eigene Vorgehensweise an Fotografien mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Außerdem haben die im Buch abgedruckten Bilder eine tolle Inspiration und vereint mit dem Text, geben sie einem neue Ideen für die Portraitfotografie.

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Eva Katharina

Ich bin Eva, 20 Jahre alt und seit 2012 auf diesem Blog aktiv. Aktuell studiere ich in Hamburg, komme aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg. Ich interessiere mich für alles rund um die Fotografie, bin seit einem Jahr aktive Umweltschützerin und Reise liebend gern.

Kommentare:

  1. Oh das ist ja toll.
    Ne Buchvorstellung ;) Das Buch kannte ich nicht, obwohl ich erst diese Woche im Buchladen war.
    Klingt sehr interessant und du gibt einen schönen Einblick in den Inhalt. Bin schon sehr gespannt, was du aus deinen neuen Ideen entwickelst ...

    Liebe Grüße

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    1. Solche Bücher gibt es glaube ich oft gar nicht im Buchladen.. Außer natürlich es gibt eine gute Fotografieecke ;)
      Ich bin auch mal gespannt :)

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  2. Fotografie ist schon was tolles, auch wenn ich es nicht so professionell kann wie so manche Leute :) Von der psychologischen Seite habe ich die Fotografie bisher noch nicht betrachtet, aber in manchen Fotos kann man wirklich soviel mehr sehen! Beabsichtigt oder unbeabsichtigt!

    Liebe Grüße
    Jana

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    1. Genau das hat mich auch dazu gebracht, dieses Buch zu kaufen. Manche Fotos sind so ausdrucksstark, sowas würde ich auch gern können.

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  3. Psychologie und Fotografie interessiert mich sehr. Ich arbeite ja auch beim Fotografen-Autoren-Projekt "Gib Depressionen ein Gesicht" (Facebook, Website) mit und bewundere die Fotokunst zu diesen Themen sehr!
    Ich bin gespannt, wie du die neuen Ideen umsetzt und verfolge es gern mit :-)
    Liebe Grüße
    Yvonne

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    1. Das Projekt klingt wirklich interessant, muss ich mir definitiv mal anschauen. :) Sowas finde ich ja auch unheimlich interessant. Darum geht es auch im Buch viel "Wie fange ich die Seele eines Menschen in einem Foto ein?"

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  4. Klingt echt spannend! Voraallem weil es beide Bereiche sind, die mich sehr interessieren... Beide Bereiche verbunden hatte ich bisher noch nie.. Sehr interessant!

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    1. Genauso ging es mir auch, als ich den Titel gelesen habe!

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