Nur noch kurz die Welt retten

Bei all den Problemen und Krisen dieser Welt weiß man gar nicht wo man anfangen soll. Damit die Welt zu retten natürlich.
In unserer Gesellschaft scheint der Satz "ich kann doch sowieso nix verändern" einer der am häufigsten gesagten zu diesem Thema sein. Ein Einzelner kann die Welt nicht retten, da haben diese Leute vielleicht Recht. Aber sollen wir es deshalb gar nicht erst versuchen?
Nach meinen Besuchen im südafrikanischen Township Philippi wurde ich mehrmals gefragt, wie ich mir das antun konnte. Aber ich habe es nicht so empfunden, mir etwas anzutun. Beide Besuche dort haben mich bereichert. Bei meinem ersten Besuch habe ich nur einen Bruchteil des Townships gesehen, dafür hatte ich die Ehre mit einigen Kindern spielen zu können. Und ja, ich habe ihr Leben nicht verändert, das hat keiner von uns. Aber ist nichts tun so viel besser? Bei meinem zweiten Besuch habe ich eine Wohltätige Organisation unterstützt. Auch diese verändert vielleicht nicht die Welt, kann aber das Leben einiger Menschen dort bereichern.
Nun bin ich zurück in Deutschland und habe die Motivation gefunden auch hier die Welt retten zu wollen. Mit Politik habe ich nicht genug am Hut um mich in diese Richtung zu engagieren... aber Umweltschutz scheint irgendwie mein Ding geworden zu sein.
In meiner ersten Woche hier in Hamburg habe ich an einem Urban Gardening Projekt teilgenommen und habe mit einigen Kommilitonen einen Birnbaum im Unigarten gepflanzt. So bin ich dann letzten Endes auf die NAJU (Naturschutzjugend) Hamburg gestoßen. Im Winter ist dort zwar außer Organisatorischem nicht so viel zu tun, aber es macht mir trotzdem Spaß dort mitmachen zu können und ich freue mich schon auf tolle Aktionen im Frühling und Sommer.
Da der Umweltschutz genauso wie die Fotografie zu einem Teil meines Lebens wird, möchte ich nun vielleicht öfter darüber bloggen. Zumal sich diese beiden Gebiete auch sehr gut verbinden lassen, schließlich ist die Naturfotografie auf diesem Blog am dominantesten oder?
Was haltet ihr davon sich in solchen Organisationen zu engagieren? Seit ihr selbst irgendwo tätig?

With all the crises in the world I don't really know where to start with saving the world. I hear the sentence "I can't change anything anyway" to this topic too often in our society. One can't save the world that's where this people might be right, but why shouldn't we try it?
After my visits in the southafrican townshop Philippi some people asked me, how I could do this to myself. But I didn't feel like doing something bad to myself, both visits enriched me. At my first visit I just saw a fractional part of the township, but I had the honor to play with some children. And yes, I couldn't change their live, nobody of us did, but it's better than doing nothing, isn't it? At my second visit I helped a charitable organization. It also doesn't change the world, but it can make the live of some people there better.
Now I'm back in Germany and I found the motivation to continue saving the world here. I have no notion of politics to do something in this direction, but environmentalism kind of is my thing.
In my first week here in Hamburg I took part in an urban gardening project of the university and I could plant a pear tree in our university garden. That's how I ended up at the organization "NAJU", which does nature protection and is for younger people. Sadly in winter you can't do a lot of planting stuff and working in the garden, but we do some organizational matters and I look forward to all the stuff we can do in summer.
So environment protection is getting a part of my life now and I think I also want to blog sometimes about it. Also you can perfectly connect it to photography, after all nature photography is one of the most dominant topics on this blog.
So what do you think about becoming involved in such organizations? Are you part of one already?


Eva Katharina

Ich bin Eva, 21 Jahre alt und seit 2012 auf diesem Blog aktiv. Aktuell studiere ich in Hamburg, komme aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg. Ich interessiere mich für alles rund um die Fotografie, bin seit einem Jahr aktive Umweltschützerin und Reise liebend gern.

Kommentare:

  1. Es ist wirklich wichtig etwas zu tun. Und wie heißt es so schön? Auch kleinvieh macht auch mist.

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  2. Keine Kommentare? Kein Wunder - man beachte die momentane Zeitspanne. Jeder Hinz und Kunz, Hans und Franz und Erna und Florentine sind mit der Familie beschäftigt. Traditionen und so. Ebenso ist es mittlerweile Tradition, sich als integrierter Mensch zu bewegen, von ein paar Rebellen in Umweltschutzorganisationen abgesehen. Ich persönlich halte solche Organisationen in etwa für so sinnvoll wie das jährliche neue Handy. Umweltschutz? Klar, bin ich voll dabei. Doch das beginnt zuerst immer mit der eigenen Lebensweise und Erkenntnis, inwieweit man mit seinen alltäglichen Handlungen die Umwelt beeinflusst. Solange nicht jeder von selbst anfängt, darüber nachzudenken, bringen solche Organisationen nicht viel. Mit der Nase drauf stoßen? Klar, mit einem Blogeintrag geht das. Mit der Organisation ebenfalls. Doch spätestens mit dem nächsten Text ist wieder alles vergessen. Den Mensch dürstet es nach Amüsement, da ist der Umweltschutz zwar lobenswert, doch nie gelebt. Das geht mit Alltäglichkeiten los. Muss wirklich überall Licht brennen? Tut es nicht auch eine einzige Kerze? Muss die Glotze laufen? Die Hose wirklich täglich gewechselt werden? Ich meine nicht die innere, sondern die äußere ....

    Alles Sachen, übher die nie ein Mensch nachdenkt. Wir leben in unserer Zivilisation und weit davon entfernt, tatsächlich auch nur darüber nachzudenken. Solange man es bequem hat ...

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    1. Da hast du Recht Familienmist um Weihnachten wie immer...
      Da ich in einer solchen Organisation bin, habe ich natürlich auch meinen Lebensstil verändert: Licht muss nicht überall brennen, Kerzen sind sowieso wunderschön, die Jeans wird auch nicht täglich gewechselt, Mülltrennung und so weiter. Daher finde ich es schon gut in dieser Organisation zu sein.
      Aber du hast Recht morgen ist dieser Text wahrscheinlich schon vergessen.. Aber vielleicht hat es auch nur bei einer Person klick gemacht? So wie bei mir vor einiger Zeit. Aber na gut das ist schon etwas naiv ich weiß.
      Vielleicht haben wir es in ein paar Jahren unbequem und es machen endlich mal Leute was dagegen.

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  3. Ich wünsche mir von dir für mir einen Gast-Post zu dem Thema ...

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  4. Liebe Eva Katharina,

    Ich finde deinen Ansatz wundervoll. Niemand kann im Alleingang die Welt retten. Aber jeder kann nach eigener Kraft und eigenem Willen dazu beitragen, sie ein Stückchen besser zu machen - und die Anstrengungen aller gemeinsam können es schaffen, dass unsere Welt ein besserer Ort wird.
    Viel Erfolg und viel Spaß bei den Aktionen beim NAJU!
    Ich bin gespannt, was du weiter zu berichten hast!

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    1. Danke Evanesca!
      Ich finde auch, dass man es vielleicht irgendwie schaffen kann die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das ist doch auch ein schönes Ziel um dafür zu kämpfen.

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  5. Umweltschutz ist spannend und wichtig.
    Alleine wenn ich sehe in wie viel Plastik heute drei Scheiben Wurst eingepackt sind,
    und wie viel Müll wir produzieren. Schrecklich.
    Hier sollte der Umweltschutz ansetzten.

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    1. Es ist ja quasi jede Scheibe Wurst in Plastik aufgewogen - mindestens. Und jede Gurke extra in Plastik und und und.. Müll und Plastik ist wirklich ein großes Thema, das zu umgehen schwierig, aber machbar zumindest ansatzweise.

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