Massentierhaltung

Heute widme ich diesem Post der Massentierhaltung. Dazu habe ich erstmal eine kleine Reportage (aus dem ARD) für euch:


Für alle diejenigen, die keine Zeit haben diese Reportage zu schauen, es dreht sich um die Firma Wiesenhof. Wiesenhof ist ein sehr großer Hähnchenlieferant, in jedem Supermarkt in Deutschland werdet ihr ein paar Wiesenhof Hähnchen finden. An was denkt ihr, wenn ihr den Namen "Wiesenhof" hört? Ich denke an einen schönen, geräumigen Bauernhof, in dem viele Hühner sind, die allerdings nicht zu eng gequetscht sind, darum sind wunderschöne Weiden, auf denen die Hühner nach belieben rumlaufen können.
Leidergottes liegt bei dieser Firma die Ironie schon im Namen. Denn Wiesenhof betreibt Massentierhaltung.
Die Hühner leben auf engstem Raum, werden so gezüchtet, dass sie schnell wachsen und dick werden, die Auslese beginnt schon beim schlüpfen der Kücken. Männliche Küken werden sofort getötet, denn den Menschen ist das Fleisch der Hähne ein wenig zu bitter. Darum findet man in Schlachthöfen auch nur weibliche Hühner.
Dann geht es weiter in ein Lagerhaus in dem die Hühnchen auf engstem Raum zusammengepfercht leben. Geputzt wird nicht, stirbt ein Huhn, wird es von anderen Hühnern plattgetrampelt und von Cod bedeckt.
Erfüllen die Hühner gewissen Kriterien nicht, also wenn sie zu klein sind, zu dünn sind, krank sind, etc., werden sie von Mitarbeitern gegen die Wand geschlagen, bis sie sterben, oder einfach in eine Mülltonne gedonnert, mit so viel Kraft, dass sie beim Aufprall sterben. Wusstet ihr das Hühner schreien können?
Nun denn. Erfüllt das Hühnchen alle Kriterien und hat es bis hierhin überlebt, kommt es zur Verfrachtung der Hühner in LKW's. Natürlich läuft ein Huhn nicht in den LKW, wenn du sagst: "Lauf da hin." Also werden die Hühner in den LKW gedrängt, gehorcht ein Huhn nicht, wird es getreten oder in Richtung LKW geworfen.

So entsteht also das Hähnchen, das später bei uns auf dem Teller liegt. Ist euch der Appetit vergangen? Mir schon. Natürlich werden nicht nur Hühner in Massentierhaltung gehalten, auch Kühe und Schweine.
Ein anderes Phänomen, ähnlich der Schreie der Hühner ist, dass Schweine sich gegenseitig umbringen. Nicht etwa aus Kannibalismus, nein, sie entwickeln Mitleid für ihre Gefährten. Sie fühlen sich selbst so schlecht, dass sie nicht wollen, dass die anderen Schweine sich genauso fühlen müssen, also bringen sie sich gegenseitig um.
Und dazu zwängt sie letzten Endes der Mensch. Auch Tiere haben Gefühle, auf die wir Menschen acht nehmen müssen. Wir Menschen stehen zwar an der Spitze der Nahrungskette, aber das gibt uns kein Recht die Tiere so zu behandeln, sie zu züchten nur um sie zu töten.

"Die Frage ist nicht ob sie denken können. Entscheidend ist, ob sie leiden können."
Jeremy Bentham

Bilder von den Kühen: http://www.kreuz-quer.blogspot.de/

Image and video hosting by TinyPic

Eva Katharina

Ich bin Eva, 20 Jahre alt und seit 2012 auf diesem Blog aktiv. Aktuell studiere ich in Hamburg, komme aber ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Heidelberg. Ich interessiere mich für alles rund um die Fotografie, bin seit einem Jahr aktive Umweltschützerin und Reise liebend gern.

Kommentare:

  1. An sich hast du vollkommen recht.

    Aber Menschen essen halt gern auch mal Fleisch.
    Und das Bedürfnis kann man nun mal nicht mit 10 Hühnern befriedigen.

    Dennoch ist es natürlich wünschenswert die Bedingungen zu verbessern.

    AntwortenLöschen
  2. Da ich schon seit 18 Jahre vegetarier bin habe ich mich den Video gespart, finde es trotzdem Super Sache wenn du drüber berichtest

    AntwortenLöschen
  3. Von Wiesenhof habe ich schon öfter solche Dinge gehört/gelesen..es ist wirklich abartig.
    Ich esse kaum noch Fleisch, allein eigentlich nie. Aber ganz drauf verzichten, ist eben doch so schwer manchmal, obwohl man dieses Wissen ja im Hinterkopf hat.
    Gut, dass du darüber berichtest!
    Liebe Grüße.

    AntwortenLöschen
  4. Ehrlich gesagt sind Meinungen wie die, dass Menschen nun mal gerne Fleisch essen und das nicht mit 10 Hühnern gemacht ist, da oben auch der Grund, warum Massentierhaltung entstanden ist. Es gab schließlich auch andere Zeiten und das hat nichts damit zu tun, dass die Weltpopulation so enorm gewachsen ist. Der Mensch hat sich nur an Überschussware, Konsum und mangelnde Wertschätzung von Lebensmitteln gewöhnt. Wie viele Reste, die noch essbar sind, werden am Tag/ im Jahr einfach weggeworfen? Fast lustig, dass das Tier dann so ziemlich umsonst gestorben ist.
    Der Mensch isst nun mal gerne Fleisch? Ja, Tiere leben auch gerne und würden wohl auch gerne in Freiheit leben. Es ist einfach ignorant das Thema so leichtfertig abzuhaken.
    Auch mal? - Früher war Fleisch etwas so Besonderes, heute wird es für einen Euro auf einen Cheeseburger für zwischendurch gepackt. Ganz ehrlich, wer hält sich denn heute noch an die Grenze, die Massentierhaltung ausschließen könnte?

    AntwortenLöschen
  5. Ich esse gern Fleisch, wünsche mir aber bessere Bedingungen für die armen Tiere. Und Wiesenhof werde ich ab sofort nicht mehr kaufen! Danke für den informativen Beitrag :)

    viele liebe Grüße Iwi

    AntwortenLöschen
  6. Guter Post. Allerdings, wenn man sich die ganzen Reportagen über Tierhaltung und Essen grundsätzlich anguckt, kann man sich schon mal fragen, was man denn überhaupt noch essen kann, ohne irgendwas Schlechtes zu unterstützen. We feed the World ist auch sehr sehenswert, seitdem kaufe ich immerhin nichts mehr von Nestlé!

    xxx

    herzbluttun.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  7. Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, spüren Tiere, dass Menschen nicht denken...

    Einer der Gründe, weshalb ich schon sehr lange, dürfte das 8te Jahr sein, vegetarisch lebe.. und dennoch ist es immer wieder erschreckend zu wissen, dass sich immer noch nichts geändert hat und Tiere, auch wenn sie "nur" zum Verzehr unter katastrophalen Bedinungen hingemästet werden (was ich übrigens fast noch schlimmer finde), immer noch behandelt werden wie der letzte Dreck. Da hätte man Lust, eben dieses mit den Menschen zu machen, die das tun. Aber da merkt man wieder, dass nicht viel Hirn mit im Spiel ist. Traurig, einfach nur traurig.

    AntwortenLöschen
  8. @herzblut wenn man danach geht sollte jeder wieder Selbstversorger werden da so gut wie jeder große Firma dreck am stecken hat, billig will ich ist grundsätlich eine beschissene Einstellung da billig immer auf kosten von die Tiere, Umnwelt oder Menschen in der 3. Welt geht. Nachhaltig produzieren kostet nun mal mehr und vielleicht ist das auch gut so weil jeder für sich über seinen eigenen Konsumverhalten noch mal nachdenkt, für knapp 50 Jahren ist es schliesslich auch ganz Normal gewesen Sachen zu reparieren, statt weg zu werfen und ein neues zu kaufen

    AntwortenLöschen
  9. sehr toller beitrag, ich denke du hast vollkommen recht!

    AntwortenLöschen
  10. Ich will dsa gar nicht angucken, da fang ich mega doll an zu weinen :(

    AntwortenLöschen
  11. das letzte bild ist ja richtig gut, gut getroffen:)

    AntwortenLöschen